Geissenfest 2009 - Da gab`s nichts zu meckern


Groß war der Andrang rund um den Festschopf. | Foto: SEDLAK


LÜTSCHENBACH (sed). Das beliebte Geißenfest war am Sonntag wieder einmal Treffpunkt für die ganze Familie. Aus der gesamten Regio strömten die Gäste zu den Ziegenfreunden des hinteren Kandertals – der Run war so gewaltig, dass die Feuerwehr als Ordnungsdienst keine leichte Aufgabe hatte. Parkplätze am Steinbruch und etwa ein Kilometer unterhalb waren rar. Damit hatten die Wanderer allerdings keine Probleme. Ein besonderer Dank der Veranstalter galt wiederum der Familie Dörflinger, die das Festgelände zur Verfügung gestellt hatte. Der Steinbruch ist ein ideales Gelände für solche Feste. Dazu kommtt die herrliche Aussicht bis in die Schweiz und nach Frankreich. Während sich die Eltern bei Essen und Trinken vergnügten, hatten besonders die Kinder rund um das Gelände ihren Plausch, unbeschwert konnten sie miteinander spielen oder im Steinbruch herumtollen. Interessante Informationen rund um die Ziege gab es von Zuchtwart Fritz Schramm. Erst Mitte des letzten Jahrhunderts begann die organisierte Ziegenzucht. Es wurden weiße und bunte Ziegen gezüchtet. Die robuste Pfauenziege ist etwa 75 Kilogramm schwer, vom Aussterben bedroht und hauptsächlich in der Schweiz beheimatet. Die Burenziege ist eine Fleischziege und hat ihren Ursprung in Südafrika. Auf der roten Liste steht auch die Thüringer Waldziege.

Aller Anfang ist schwer. Foto: Norbert Sedlak

Umfassende Informationen waren auf den verschiedenen Schautafeln nachzulesen, so waren Ziegen mit die ersten Tiere, die vom Menschen domestiziert wurden. Nach Schätzungen wurden bereits 11000 vor Christi Geburt die ersten Ziegen im vorderen Orient gehalten. Im Festschopf sorgte der Musikverein "Edelweiß" Malsburg-Marzell für Unterhaltung, während die Gäste Spezialitäten wie Ziegengulasch oder Ziegenwürste genießen und die Kinder sich bei Fahrten in der "Ziegenkutsche", beim Ponyreiten oder Kistenstapeln vergnügen konnten. Weitere Aktivitäten boten die Eltern des Kindergartens Schwalbennest. Dazu zeigten Bürsten- und Korbmacher und viele weitere Aussteller ihre Produkte.


Artikel Badische Zeitung 28. April 2009



 
 
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Letzte Aktualisierung am 07.04.2010